07:15 Mon 06. Sep. 2010
Jahreswechsel ohne Probleme vollzogen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 20. Januar 2010 um 22:13 Uhr

Jahreswechsel ohne Probleme vollzogen

 Ohne große und spektakuläre Einsätze starteten die Feuerwehren im Stadt- und Landkreis in das neue Jahr. An Silvester und bis zum Neujahrsmorgen mussten die Landkreisfeuerwehren  insgesamt sechs Mal ausrücken. Die Feuerwehr Möckmühl blieb glücklicherweise in diesem Jahr von Einsätzen verschont. Die Heilbronner Berufsfeuerwehr war in dieser Nacht sieben Mal gefordert. Nicht so ruhig war es allerdings in der Feuerwehrleitstelle, bei welcher über den Notruf 112 gleich im neuen Jahr sehr viele Hilfeanfragen eingingen, welche an die Rettungsleitstelle oder an die Polizei weitervermittelt wurden.                  

Vorbildlicher Jahreswechsel in der Altstadt

Nach Erlass des neuen Sprengstoffgesetzes, was ein Abbrennen von Feuerwerk in Altstädten untersagt, war es auch in der Möckmühler Altstadt sehr ruhig. Die meisten Böllerer verließen gegen Mitternacht die Innenstadt, um außerhalb der Fachwerkhäuser ihr Neujahrsfeuerwerk abzubrennen. Lediglich zwei Familien waren uneinsichtig und böllerten und feuerten die Raketen am Oberen Marktplatz inmitten der Altstadt ab. Dennoch war die Feuerwehr positiv überrascht über soviel Einsichtigkeit in der Bevölkerung. Aber auch die Gaststätten im Innenstadtbereich legten für ihre Gäste Hinweise zum Feuerwerksverbot aus, welche diese verständnisvoll annahmen und daraufhin das Neujahr mit ihren Raketen auf der außerhalb liegenden Jagstbrücke sicher und gut gelaunt begrüßten.                  

 Vorsicht auf zugefrorenen Seen und Flüssen  

Die Feuerwehren warnen davor, die mittlerweile z. T. zugefrorenen Seen und Flussläufe bereits zu betreten. Zwar haben wir schon längere Zeit eine Frostperiode, aber die nur sehr geringen Minustemperaturen sorgen nicht für eine ausreichend dicke und tragfähige Eisdecke. Die Feuerwehr bittet besonders Eltern darauf zu achten, dass ihre Kinder die Eisflächen nicht leichtsinnig betreten. Erst ab einer Eisdicke von mindestens 12 Zentimeter können Eisflächen betreten werden. Besondere Vorsicht gilt bei schneebedeckten Eisflächen, die in der Regel geringere Eisdicken aufweisen. Eisflächen werden in unserer Region nicht offiziell freigegeben sobald die Mindeststärke gegeben ist, somit übernimmt aber auch niemand eine Haftung im Bereich von öffentlichen Gewässern. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr, bitte weisen sie ihre Kinder ausdrücklich auf die Gefahren hin.

 Feuerwehrleute bei Wintersturm im Einsatz 

Die Menschen in Deutschland haben besonnen auf den Wintersturm „Daisy“ reagiert und deshalb viele unnötige Feuerwehreinsätze vermieden. Dieses positive Resümee ziehen die Feuerwehren unserer Region und rufen zu weiterer Gelassenheit und Besonnenheit auf. Planen Sie weiterhin mehr Zeit ein und berücksichtigen Sie die Wetterverhältnisse, noch lange ist der Winter nicht vorüber. Die Feuerwehr hat beim zurückliegenden Sturmtief in ganz Deutschland Menschen aus steckengebliebenen Fahrzeugen befreit, Deiche verteidigt, Hochwasser- und Sturmschäden beseitigt, aber auch Schnee und Eiszapfen von Dächern geräumt, damit sie Fußgängern nicht gefährlich werden. Außerdem mussten Betroffene bei einer Reihe von Verkehrsunfällen gerettet werden, die auf Glätte zurückzuführen waren. Die Feuerwehren konnten ihre Leistungsfähigkeit bei unübersichtlichen Wetterlagen und schwierigen Verhältnissen durch ihre dezentrale Struktur in besonderer Weise aufzeichnen. Sie sind verlässliche Helfer in der Not in ihren Städten und Gemeinden. Allerdings fordern die Feuerwehren die Bevölkerung auf, gerade bei solch schwierigen Verhältnissen, näherkommenden Einsatzfahrzeugen rechtzeitig freie Bahn zu schaffen, Rettungswege weiterhin und längere Zeit freizuhalten und eigene Fahrzeuge bei Schneeverwehungen nach Möglichkeit nicht auf den Fahrbahnen stehen zu lassen. Weiterhin sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse beim Räumen der Wege auch das Freihalten von Hydranten nicht vergessen. Allzu oft werden diese mit Schnee zugeschaufelt und müssen im Ernstfall nicht nur langwierig gesucht sondern auch noch zeitaufwendig freigeschaufelt werden.  
 

Mit dem PKW in den Winterurlaub

Sollte der Winter weiter mit Schnee und Eisregen anhalten, so hat die Feuerwehr Möckmühl einige „heiße“ Tipps für längere Fahrten mit dem Auto:
 
Drehen Sie zu Hause die Heizkörper nie ganz ab. Wählen Sie mindestens die gekennzeichnete Frostschutzstellung.
 
Überprüfen Sie die Batterien der Rauchwarnmelder vor Ihrem Urlaub mit Druck auf den Prüfknopf. Wenn eine Batterie schwach ist, erneuern Sie diese.
 
Schalten Sie Fernseher und andere elektronische Geräte komplett aus, nicht den „Standby“-Modus zu nutzen.
 
Lassen Sie Ihr Fahrzeug überprüfen, damit Sie nicht durch vermeidbare Schäden auf dem Weg in den Urlaub liegen bleiben.
 
Vor allem angemessene (Winter-)Bereifung ist wichtig!
 
An einer Unfallstelle ist die Eigensicherung wichtig – nutzen Sie immer Warnwesten, Warndreiecke und Leuchten!
 
Wenn bei Unfällen der Einsatz der Feuerwehr notwendig ist, können Sie diese über den kostenfreien Notruf 112 alarmieren. Dieser ist europaweit gültig!
 
Bilden Sie in einem Stau sofort eine Rettungsgasse, damit die Rettungskräfte schneller an den Unfallort kommen und umgehend Hilfe leisten können.
 
Häufig treffen Rettungsfahrzeuge (Feuerwehr, Rettungsdienst) zeitversetzt ein. Achten Sie auch beim Vorrücken im Stau darauf, dass die Rettungsgasse stets offen bleibt!
 
Rücken Sie auch nach längerer Stauzeit nicht auf, Sie kommen dennoch nicht schneller an Ihr Ziel. Beachten Sie, dass Rettungskräfte Stunden später noch Decken und Tee verteilen.
 
Vor der Abfahrt ist es ratsam zu tanken, so wird man nicht mit fast leerem Tank durch einen Stau und den weiteren Kraftstoffverbrauch etwa für die Heizung überrascht.
 
Mit einer Decke im Fahrzeug können Sie sich vor Kälte bei längeren Staus schützen.
 
Denken Sie an Lebensmittel für den Notfall (Schokolade, heißer Tee, Babynahrung), um auch längere Stauzeiten überbrücken zu können.