Bericht zur Jahresstatistik 2009 - der Feuerwehren in Baden-Württemberg
Die Jahresstatistik der Feuerwehren in BW sagt für das Jahr 2009 aus, dass das Ehrenamt bei der Feuerwehr nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat, und die Menschen in Baden-Württemberg schätzen dieses Engagement. Die stabilen Mitgliederzahlen sind ein wichtiger Garant für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr im Land. Dass sich der demographische Faktor der Bevölkerungsentwicklung bei der Feuerwehr nicht so deutlich bemerkbar macht wie in anderen Bereichen der Gesellschaft, ist eine erfreuliche Entwicklung und ein Beleg für die Wertschätzung dieser modernen und gut ausgebildeten Organisation.
Stabile Mitgliedszahlen sind neben der professionellen Ausbildung ein wichtiger Garant für die Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit der Feuerwehr. Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist im Vergleich zum Vorjahr erneut um knapp ein Prozent angestiegen. 110.355 Frauen und Männer engagieren sich in den Gemeindefeuerwehren, 108.488 davon als ehrenamtliche Mitglieder und 1.867 als hauptberufliche Feuerwehrkräfte. Dazu kommen 6.273 Feuerwehrangehörige in 167 Werkfeuerwehren im Land, davon. Bei den weiblichen Feuerwehrangehörigen hat sich die Zahl der Aktiven im Vergleich zum Vorjahr sogar um fast neun Prozent erhöht (von 3.862 auf 4.202). Der Frauenanteil liegt somit bei 3,8 Prozent. Erfreulich ist die Entwicklung auch bei den Jugendfeuerwehren. In Baden-Württemberg sind mittlerweile 28.692 Jugendliche in 998 Gruppen aktiv. Der Anteil der Mädchen beträgt dabei 13,7 Prozent. Bei insgesamt 96.488 Einsätzen sind im vergangenen Jahr 6.975 Personen gerettet worden, 77 mehr als ein Jahr zuvor.
Die Zahl der Einsätze und Alarmierungen ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als fünf Prozent zurückgegangen (2008: 102.048) und hat sich auf das Niveau der Jahre ohne besondere Ereignisse wie Orkan oder Vogelgrippe eingependelt. Die 41.528 Einsätze im Bereich technische Hilfeleistung (Verkehrsunfälle, Unfälle mit Gefahrstoffen oder Unwetterschäden) ist ebenfalls leicht zurückgegangen. Die Technischen Hilfeleistungen machen im Bezug auf die Gesamtzahl der Einsätze und Alarmierungen einem Anteil von 43 Prozent aus, was in etwa dem Vorjahresniveau entspreche. Die Brandeinsätze sind im leicht zurückgegangen von 17.623 (2008) auf 17.226, darunter 974 Großbrände (2008: 1004). Die Brandbekämpfung als klassische Aufgabe der Feuerwehren liegt mit einem Anteil von rund 18 Prozent an zweiter Stelle des gesamten Einsatzspektrums.
Aber die sinkende Zahl der Feuerwehreinsätze bedeutet leider nicht automatisch, dass die Einsätze mit weniger Gefahren verbunden sind und die Zahl der Unfälle ebenfalls abnimmt. Gerade deshalb gilt den Frauen und Männern für ihr beispielhaftes Engagement, ihren Idealismus und ihr hohes Maß an Pflichtbewusstsein im Einsatz für die Mitmenschen, ein sehr großer Dank. Die Menschen im Land können sich auf ihre Feuerwehr verlassen.
Die Unfallstatistik 2009 verzeichnet trotz rückläufiger Einsatzzahlen eine Zunahme bei den verletzten Feuerwehrangehörigen um fast vier Prozent auf 1.677 Personen (2008: 1616). Ein Feuerwehrmann kam im Dienst ums Leben. Dieser tragische Unfalltod eines Feuerwehrmannes bei einem Hochwassereinsatz in Korntal-Münchingen hat das Land ganz besonders erschüttert.
Auch im zurückliegenden Jahr 2009 war auf die Feuerwehren im Land Verlass.
Die Statistikzahlen für 2009 wurden jetzt vom Innenministerium veröffentlicht.
Sie können im Internet sowie in den bekannten Homepages nachgelesen werden.